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Zeckenzeit zu Ende? Ein fataler Irrtum!

10.09.2019 13:37

Zeckenzeit zu Ende? Ein fataler Irrtum!

Zecken- das Thema ist spätestens ab Anfang März in aller Munde- vor allem in denen der Hundehalter und Naturliebhaber. Im Frühjahr warnen Experten und Medien jedes Jahr aufs Neue vor den Parasiten. Im Verlauf des Sommers wird dem Thema hingegen immer weniger Aufmerksamkeit gewidmet und so passiert es schnell, dass auch wir dem Zeckenschutz nicht mehr ganz so viel Beachtung schenken...

Sind wir mal ganz ehrlich: Wurde zu Beginn des Frühlings noch nach jedem Spaziergang der Hund ausgiebig nach Zecken abgesucht und ein Zeckenpräparat zur Vorbeugung und Unterstützung täglich verabreicht, so stellen wir spätestens Mitte Juli fest, dass diese Routinen nicht mehr ganz so gründlich ausgeführt wurden. Ein Fehler!

Denn plötzlich sehen wir sie, die festgebissene Zecke am Hals unseres Lieblings, direkt unter der Stelle, wo der Rand des Halsbandes sitzt. Wir sehen nur den Rumpf des Blutsaugers und wissen: "Mist zu spät!"

Denn sobald sich die Zecke festgebissen hat, können Krankheitserreger wie Borellien und Babesien ins Blut unseres Hundes gelangen. Auch der FSME Virus gehört zu den von Zecken übertragbaren Krankheiten.

Das Ganze ist in diesem Jahr besonders heikel, denn Experten, wie zum Beispiel die „Bundestierärztekammer e.V.“ warnen 2019 vor einer „Zeckenplage“ und erneuten Rekordzahlen bezüglich ansteigender Zeckenpopulationen. Aber warum? Wie kann es sein, dass die Plagegeister immer mehr werden und gefühlt auch immer aggressiver? Und ist die Zeckenzeit tatsächlich länger als früher oder kommt mir das nur so vor?

Dieser Frage werden wir jetzt auf den Grund gehen. Lese also unbedingt weiter!

Die Gründe dafür sind vielfältig. Ein entscheidender Faktor sind aber die immer milder werdenden Winter und nur kurz anhaltenden Frostphasen. Diese sind enorm wichtig, um die Populationen und die Fortpflanzung einzudämmen. Ihr übriges tun die langen, heißen Sommermonate, die nur von schwül warmen Regenphasen unterbrochen werden.

Kurzum: Ideale Bedingungen für die Zecken!

Dies wirkt sich logischerweise auch auf die „Zeckenphasen“ oder Zeiten aus. So wurden früher die Zeiträume April bis September als grober Richtwert für vermehrtes Zeckenaufkommen angegeben. Heute trifft dies nicht mehr zu...

...laut Experten hat sich die „Zeckensaison“ auf knapp 8 Wochen mehr im Vergleich zu  den letzten 15- 20 Jahren, ausgedehnt. So kann man heute von März bis Ende Oktober von einem Aufkommen der Parasiten ausgehen, wobei die weiterhin milden Temperaturen im Herbst ihr übriges tun. Bei noch besseren Witterungsbedingungen, sprich bei ausbleibendem Frost, kann sich die Saison mancherorts sogar bis zum Dezember erstrecken!

Und da kommen wir auch zu einem weiteren Grund dafür, dass die „Gefahr“, die von Zecken ausgeht, immer weiter ansteigt: Es kommen immer mehr neue Arten in unsere Breitengrade, die sich aufgrund der genannten Klimaverhältnisse extrem wohl in Zentraleuropa fühlen.

Ein schockierendes Beispiel ist die „Auwaldzecke“: Diese Art sorgte schon in den Vorjahren für Schlagzeilen. Und sie ist weiter auf dem Vormarsch!

Im letzten Jahr (2018) wurde erstmals die „Hyalomma“, eine tropische Zeckenart, eigentlich heimisch in Afrika und Asien, sowie einigen Teilen Südeuropas, in Deutschland entdeckt. Sie ist fast dreimal (!!!) so groß wie die bei uns heimischen Arten und bekannt dafür, Krankheiten wie das Krim-Kongo Hämorrhagischen Fieber und das Zecken-Fleckfieber zu übertragen.

Natürlich variiert das vorkommen der Zeckenarten innerhalb Deutschlands stark, doch durch Handel, Reisen und andere Tiere, verbreiten sich diese exotischen Arten immer flächendeckender. Wahre Zeckenhochburgen sind laut Experten Bayern, sowie Baden- Württemberg, aber auch Hessen, Teile Sachsens, Thüringen, Brandenburg und viele Gebiete in Mecklenburg-Vorpommern. Natürlich kann für die übrigen Bundegebiete keine gänzliche Entwarnung gegeben werden, das weiß inzwischen fast jeder Hundehalter.

Doch Stopp!

Bevor wir nun weiter in Panik verfallen und über ein Worst-Case-Szenario nach dem anderen nachdenken, heißt es handeln. Zunächst die Zecke entfernen.

Wichtig dabei: den kompletten Körper samt Kopf rausziehen. Dafür eigenen sich spezielle Zeckenkarten und -Pinzetten besonders gut. Ist dies geschafft und das korpus delikti entsorgt, sollte der Hund nach weiteren Plagegeistern abgesucht werden. Vor allem aber- Maßnahmen für die Zukunft ergreifen! Das heißt, dass die oben beschriebenen Rituale aus dem Frühsommer wieder Einzug in unseren Alltag finden müssen.

So ist es auch wichtig, den Hund weiterhin in der Zeckenzeit zu unterstützen. Denn der Zeckenschutz sollte auf keinen Fall auf die leichte Schulter genommen werden. Inwiefern die Wahl auf natürliche oder chemische Mittel fallen sollte, ist jedem selbst überlassen. Einige der Letzteren sind jedoch in der Vergangenheit häufiger in den Schlagzeilen gewesen.

Fakt ist: Eine natürliche, wie auch chemische Unterstützung, kann jedoch nie einen 100% Schutz vor Zecken gewährleisten. Daher ist es essentiell, dass der Hund nach jedem Spaziergang gründlich abgesucht wird und Strecken mit besonders hohem „Zecken Risiko“ lieber vermieden werden!

Wichtig: Sollte dein Hund mal eine auf ihm herumkrabbelnde Zecke mitbringen, ist dies noch kein Grund zur Sorge. Der Parasit sucht gerade nach einer geeigneten Stelle zum Beißen. Du kannst sie einfach absammeln und entsorgen...

Alles in Allem ist es wichtig, dass Du die oben genannten Maßnahmen ergreifst, damit Dein Hund und Du entspannt durch die Zeckenzeit kommen kann.

Zusammengefasst heißt das:

  • Nach jedem Spaziergang gründlich absuchen
  • Strecken mit hohem „Zecken Risiko“ meiden
  • Auch im Herbst auf der Hut sein und die Gefahr nicht unterschätzen!

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